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Was wäre euer "wenn"?
#1

Was wäre oder besser gesagt ist eurer Meinung nach ein Szenario auf das ihr euch Vorbereitet bzw wo ihr denkt damit könnte man in den nächsten Jahren rechnen?

Ich zB sehe als möglichstes Ereignis worauf ich meine Vorbereitungen hin aufbaue immer noch als wahrscheinlichstem ein länger anhaltender Blackout und eine Pandemie.

Wobei das mit der Pandemie ja wie momentan zusehen auch schneller eingetroffen ist als gedacht. Zwar hat es uns zum Glück nicht so schlimm getroffen wie die USA,Spanien oder Italien und Frankreich, aber überstanden ist das ganze noch lange nicht und ich persönlich sehe immer noch die Gefahr dass das ganze doch noch schlimmer kommen kann.

Und zum Thema Blackout kann ich nur sagen dass das Stromnetz Europas nachgewiesener Weise fragiler ist als man denkt. Wir erinnern uns an letztes Jahr Juli wo Deutschland nur knapp daran vorbei geschrammt ist. Und gerade beim Strom hängt so viel dran das es sich ganz schnell zu einem Fass ohne Boden entwickeln kann.

Das sind so meine Szenarien wo ich für möglich halte. Wie denkt ihr?

euer BuschFuchs

mein Blog und mein Youtube-Kanal!
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#2

Szenarien, auf die ich mich bisher ist vor allem der Ausfall der Netzinfrastruktur.
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#3

Schwierig. Ich habe da ein kleines Problem, dass ich mich beruflich viel mit Risikomanagement und Blicken in Kristallkugeln beschäftigen muss.
Darum habe ich mehrere Szenarien,die ich abzudecken versuche, von denen die allermeisten aber in die Kategorie halb so wild fallen. Das sind konkret:

- Sturmschäden
- Ausfall des Stromnetzes
- Pandemie, je nach Schwere

Die meisten anderen Krisenfälle fallen bei mir in die Kategorie möglich, aber nicht möglich dafür zu preppen. Asteroideneinschlag, Supervulkan, etc.

Was mir aber wichtiger ist, sind die langfristigen Entwicklungen in Europa und meine persönliche Einstellung. Ich war schon immer Fan von "selbst tun" und persönlicher Autarkie. In Europa ist es für meinen Geschmack in den letzten Jahren immer ungemütlicher und vor allem voller geworden (Objektive Bobachtung von Bevölkerungswachstum, Immobilienpreisen und Verkehrsaufkommen anhand von offiziellen Statistiken). Damit wird Infrastruktur, die vor X Jahren für Y Menschen gebaut wurde immer stärker beansprucht und zunehmend fragiler. Leider kann man sich dem nicht entziehen, weil "Off-Grid" hier praktisch nicht machbar ist.
Also habe ich beschlossen meine Aufstellung etwas zu ändern und mich mittelfristig dahin zu verkrümeln wo so etwas noch machbar ist. Die Planung dazu steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, ich kann nichtmal sagen wohin die Reise geht. Sicher ist nur soviel: In ein Land entweder am Rand Europas und/oder oder einen Flächenstaat mit hoher politischer Stabilität und dünner Besiedelung, in dem Minderheiten nicht benachteiligt werden.
Ein weiterer Faktor der hier mit hineinspielt, ist der Klimawandel. Ob er nun Menschengemacht ist oder nicht interessiert mich herzlich wenig, er ist Fakt. Ebenso Fakt ist in meinen Augen, dass er nicht mehr aufzuhalten sein wird. Grundsätzlich habe ich es in den nächsten Jahzehnten ganz gut getroffen, die Prognosen gehen von einem Klima wie in Südfrankreich aus. Da bedeutet für mich, dass ich den Garten umbauen muss und mein Zielland entweder dasselbe Klima mit Meer oder eines haben muss das mit dem jetzigen vergleichbar ist.

LG vom Strahlemännchen, das es nicht gerne eng hat

"Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen" - Winston Churchill
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." - Henry Ford
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#4

Bei uns sind es Stomausfall und Sturmschäden.
Wobei erstens kommt es häufig anders und zweitens als man denkt .

Pandemie war schon immer was wo ich dachte klar kann passieren.
Aber das so viele kopflos reagieren obwohl es genug von allem da war , damit habe ich nicht gerechnet.
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#5

Moin,
Tatsächlich hielt ich langfristige Stromausfälle und eine Pandemie ebenfalls für am Wahrscheinlichsten.

Je nach "Eskalationsstufe" ziehen diese Ausgangsszenarien dann weitere kleine oder große Katastrophen nach sich - eine Pandemie kann, je nach Schwere, auch für einen Blackout sorgen und ein Blackout kann alles hervorrufen; von einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

Meine Vorbereitungen decken die für mich wahrscheinlichsten Szenarien ab, teilweise auch etwas weitergehend. So habe ich beispielsweise die Möglichkeit, einer wirklich gefährlichen Pandemie mit Vollschutzanzügen zu begegnen und eine Dekon-Schleuse einzurichten (Zugang durch Garagen- und Wirtschaftsräume ins Haus, alles nicht einsehbar mit separater Sanitäranlage und genügend Platz zum Aufbau eines Zeltes).

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt arbeite ich zur Zeit an der Umsetzung einer stationären Notstromlösung, um Heizung, Küche und Brauchwasserversorgung sicherzustellen.

Grüße
M

"1N73LL1G3NC3 15 7H3 4B1L17Y 70 4D4P7 70 CH4NG3" - Stephen Hawking
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#6

(12-13-2020, 10:43 AM)Morticia_Hawkins schrieb:  Moin,
Tatsächlich hielt ich langfristige Stromausfälle und eine Pandemie ebenfalls für am Wahrscheinlichsten.

Je nach "Eskalationsstufe" ziehen diese Ausgangsszenarien dann weitere kleine oder große Katastrophen nach sich - eine Pandemie kann, je nach Schwere, auch für einen Blackout sorgen und ein Blackout kann alles hervorrufen; von einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
...
Besser kann ich meine Szenarien zur Krisenvorsorge nicht beschreiben, ich bin daher mal so frei die Zitierfunktion zu nutzen Cool

Nachdem ich eine Zeit lang bei einem Dienstleister der Schleswig-Holstein Netz AG gearbeitet habe und dabei auf die mittlerweile berühmt-berüchtigte Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags (hier der Link: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf ) gestoßen bin, war mein Hauptpreppinggrund die Gefahr eines längerfristigen Blackouts, wodurch auch immer der ausgelöst werden kann.

Meine Vorbereitung besteht daher im Wesentlichen auf Bug In, mit Vorräten an Verpflegung, Wasser, Licht und Wärme. Weiterbildung im Erster Hilfe ist mindestens über die Freiwillige Feuerwehr gegeben, und wenn´s ungemütlich und unhöflich wird, kann ich nicht nur mit Äxten werfen... Angel
Ein Zelt, Schlafsack usw. sind zwar vorhanden, aufgrund unserer Wohnlage im westlichen Outback von Schleswig-Holstein zählt Bug Out aber nicht zu meinen Prioritäten.

Der Pandemiefall gehörte so gesehen nicht zu meinen vorrangigen Krisenszenarien, er konnte aber, nach Versorgung mit Masken und viruzider Desinfektionsmittel, gut in die Krisenvorbereitung bzw. jetzt gerade Krisenmanagement aufgenommen werden. Das ist der große Vorteil einer vernünftigen Grundvorsorge, dass man relativ schnell und flexibel auf sich ändernde Situationen reagieren kann und lediglich kleinere Anpassungen vornehmen muss.

Gruß vom Axtwerfer Wink
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