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Normale Version: Notstrom
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Hallo an alle!

Ich wohn ja noch in der Stadt und mache mir jetzt schon seit längerem Gedanken wie ich eine kleine Inselanlage verwirklichen könnte.
Ein Notstromaggregat ist zu laut und fällt damit weg. Dazu kommt das ich gar nicht die Lagermöglichkeit hätte für die Betriebsstoffe.

Also denke ich da an eine PV-Inselanlage. Diese könnte ich auf dem Balkon aufbauen wenn sie benötigt wird und lässt sich auch gut Lagern.

Ich dachte da an 4 Autobatterien a 85Ah parallel geschaltet. Dann einen Wechselrichter mit 2000W (4000W Spitze) und einen Laderichter.
Wo ich mich etwas schwer tue ist das Panel... würde dieses Panel gehen?
  • Leistung: 110 Watt

  • Leerlaufspannung: 21,6 Volt

  • Kurzschluss-Strom: 6,6 A

  • Nennstrom: max. 6,24 A

Wäre klasse wenn ihr mir euer Schwarmwissen geben würdet  Wink
Euer BuschFuchs
Moin,
Super dass Du das ansprichst. Über genau die selbe Lösung dachte ich auch mehrfach nach - allerdings parallel zu einer kleinen Netzersatzanlage, mit der ich wenigstens ein Hauswasserwerk für Brauchwasser und im Winter die Heizungsanlage (Öl) betreiben kann. Deshalb kommt auch nur ein Diesel in Frage, da ich den mit Heizöl betreiben kann.

Die Solarpanels sind ja mittlerweile relativ erschwinglich, daher dachte ich an 200 Watt, womit sich im bewölkten Norden auch mal was aufladen lässt. Das Ganze schwebt mir aber mehr als eine kleine Anlage vor, die zum Laden von Akkus und zum Betrieb von Beleuchtung in dunklen Stunden dient (über besagten Puffer mit Autobatterien).

Ich kenne mich nicht wirklich gut aus, aber wenn ich mich bei Batterieladegeräten umsehe, finde ich Geräte, die eine 150Ah Batterie bei 12V mit 8A laden, was einer Leistungsaufnahme von ungefähr 96W entspricht. Verluste, Microcontroller und Co des Ladegeräts noch dazu, sind die 110W schnell ausgereizt. Mir ist natürlich bewusst, dass dieses Beispiel ein unter optimalen Bedingungen arbeitendes Ladegerät darstellt, aber wenn wir vier Batterien zu je 85Ah laden wollen, muss da auch was kommen. Ist ja nicht immer 12 Stunden perfekter Sonnenschein. Smile

Grüße
M
Abend,

um das Thema ein bisschen aufzuholen: Ein 110 Watt-Peak (dies heißt in der Spitze) ist nicht all zu schlecht. Du wirst aber seltenst die 110 Watt wirklich rausbekommen. Diese wirst du am ehesten im Zeitraum zwischen Mai und August herausbekommen. Dies aber auch nur, wenn das Panel nicht all zu heiß wird (was nicht einfach ist) und du optimal ausgerichtet bist. Bevor du dir überlegst eine PV-Insellösung anzuschaffen schau bitte zuerst einmal wie die direkte Sonneneinstrahlung auf deinem Balkon ist und in welcher Himmelrichtung dein Balkon ausgerichtet ist. Es kommt aber auch drauf an, welche Technik von Solar-/PV-Modulen du verwendest. Hier gibt es auch teilweise gravierende unterschiede in dem Wirkungsgrad. Die Akkumulatoren (Akkus, Batterien oder wie man die auch immer nennen möchte Wink ) würde ich über einen Solarladeregler Laden. Hier muss man darauf achten, ob dieser die 4 Akkus gleichzeitig laden kann. Ansonsten einfach die 4 nach einander laden. Man kann aber auch die Akkus, solange das Stromnetz funktioniert, auch über ein normales Ladegerät laden.

Zum zweiten Beitrag:
ist eine gute Idee, ist aber ein wenig schwierig in meinen Augen die Akkus schnell genug nachzuladen, wie du den Strom für dein Hauswasserwerk, Heizung/Kessel, Pumpen, etc. herausnimmst. Für die Verwendung von Beleuchtung (nicht all zu viel würde ich jetzt sagen) und zum Laden von (ich sag jetzt einfachmal) kleinen Powerbanks sollte dies kein Problem sein. 

Um Teilweise ein paar bessere Aussagen über das/die Module sagen zu können, wäre das Datenblatt des Moduls ganz sinnvoll.
Ich hoffe ich konnte ein bisschen Weiterhelfen. Ansonsten bei Fragen auch gerne Anschreiben.
Grüße
Feuerwehrler |Marc
#1 @derBuschFuchs
Ob dein Panel zu deinem Laderegler passt musst du aus dem Datenblatt des Ladereglers nehmen. Dort steht irgendwo die max. Eingangsspannung und diese solte das Panel nicht überschreiten.
Du kannst die 4 Batterien parallel an den Laderegler klemmen, dann solltest du aber einen Batterietrenner (Dioden oder Mosfet) verwenden.
Was dir bei einem Batterietrenner vorher aber klar sein sollte, ist das die Batterie nicht mehr ihre 100% der Kapazität erreicht.
Bei den Modulen musst du dich zwischen Monokristallin und Dünnschichtmodulen entscheiden. Beide haben verschiedene Vor sowie Nachteile.
Bei dem Wechselrichter musst du dich nur noch entscheiden ob du eine oder drei Phasen brauchst. Schlägt sich dann deutlich im Preis nieder.
Was man beachten sollte ist das man zum Leitungs sowie Geräteschutz entsprechend ausgewählte Sicherungen verwendet. In dem von dir angegebenen Fall würde ich zwischen Panel und Laderegler eine Feinsicherung mit 6,3A Träge verwenden.
Da du ja geschrieben hast, das du in der Stadt wohnst gehe ich mal davon aus das es eine Wohnung und kein Einfamilienhaus ist und dort sollten 2000W allemal ausreichen.

#2 @Morticia_Hawkins
"wenn ich mich bei Batterieladegeräten umsehe, finde ich Geräte, die eine 150Ah Batterie bei 12V mit 8A laden" das klingt für mich nach welchen die man in die Steckdose steckt.


Und wenn man die Luxusvariante haben möchte kann man sich ja mal die Produkte von E3/DC anschauen. Diese sind dann aber eher für den Stationären Betrieb.

Gruß Operam